Direktor Georg Halbritter 40 Jahre bei der Raiffeisenbank
Direktor Georg Halbritter, der Vorstandsvorsitzende der Raiffeisenbank Riedenburg-Lobsing eG wurde im Rahmen einer Feierstunde für seinen 40jähriges Dienstjubiläum und zahlreiches ehrenamtliche Engagement geehrt. Vom Genossenschaftsverband Bayern erhielt er die Ehrennadel in Gold.
Zahlreiche Gäste und Wegbegleiter aus Politik, Wirtschaft und Verbänden konnte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Bernhard Sandl zum Ehrenabend anlässlich des 40jährigen Dienstjubiläums von Georg Halbritter begrüßen. Landrat Anton Knapp aus Eichstätt kennt ihn schon lange Zeit. So beschrieb er ihn als „Chef mit Elan, Schaffenskraft und Zuversicht, der seinen Mitarbeitern ein gutes Vorbild ist“. Halbritter schaffe es, über Landkreisgrenzen hinweg äußerst erfolgreich zu sein.
In den Grußworten von Michael Schneider kam vor allem zum Ausdruck, dass sich Halbritter immer für den ländlichen Raum stark gemacht hat und diesem treu geblieben ist. Er sei immer ein guter Ratgeber und kenne die Belange der Kommunen. Ein Leitmotto von Halbritter sei „Vorsprung durch Bildung“.
Dr. Alfred Brunnbauer, der Geschäftsführer der IHK Regensburg nannte Halbritter als „Kenner der Wirtschaftsregion, der das prächtige Schiff Raiffeisenbank Riedenburg-Lobsing eG als kundiger Kapitän steuert“. Er dankte Halbritter für die vorbildliche über Jahre ehrenamtliche Tätigkeit und überreichte ihm eine Ehrenurkunde. Der Vertriebsdirektor Eberhard Knöpfle von der R+V Versicherungs AG nannte Halbritter ebenso einen guten Ratgeber, der „manchmal kontrovers, aber fair und verbindlich mit einer festen Meinung sei“. Halbritter ist im bundesweiten Produktbeirat der Versicherung tätig und vertrete die Interessen der Raiffeisenbank. „Kompetenz, Fleiß, Ausdauer und Durchhaltevermögen“ nannte Albert Lorenz, der Vorsitzende des Kreisverbandes Kelheim die Eigenschaften von Halbritter. Als stellvertretender Kreisverbandsvorsitzender bringe Halbritter nicht nur die eigene Bank, sondern den gesamten Kreisverband voran.
Altmannsteins Vize-Bürgermeister und derzeit amtierender Bürgermeister und zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der Raiffeisenbank verglich ihn mit einem Formel-1-Team. Hummel lobte insbesondere die gute und harmonische Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat. Das gute Verständnis, Menschenkenntnis und Einfühlungsvermögen mache ihn zu einem echten Teamsportler.
Der Betriebsratsvorsitzende Thomas Mirwald überbrachte die Glückwünsche der Belegschaft. „40 Jahre sind zwar eine lange Zeit, aber im Kopf sind sie immer jung geblieben“, so Mirwald zum seinem Chef. Er verglich die einzelnen größeren Stationen Halbritters mit der Gangschaltung eines Autos, der keinen Rückwärtsgang kenne und gerne auf die Tube drücke. Wer Halbritter kennt, weiß, dass er nicht nur die Raiffeisenbank auf Erfolgsspur halte, sondern auch den schnellen Autos nicht abgeneigt ist.
In seiner Laudatio ging Erhard Gschrey, Verbandsdirektor und stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Genossenschaftsverbandes Bayern eV auf die einzelnen Stationen von Georg Halbritter ein und würdigte die Bilderbuchkarriere. Als Auszubildneder im Jahr 1970 ging es zunächst in die Lehrjahre in Schamhaupten. Im Jahr 1979 übernahm er das Ruder als Geschäftsstellenleiter in Schamhaupten. Von 1981 bis 1984 absolvierte er das berufsbegleitende Studium zum Diplom-Bankfachwirt. 1991 wechstelte er als Leiter der Kreditabteilung nach Riedenburg in die Hauptstelle. 1994 und 1995 absolvierte er das Genossenschaftliche Bankführungsseminar mit Abschluss als Diplom-Bankbetriebswirt. 1994 wurde er in den Vorstand der Raiffeisenbank Riedenburg-Lobsing eG berufen. Nach der Ernennung 1996 zum Direktor wurde er im Jahr 2000 zum Vorstandsvorsitzenden berufen. Daneben übte er von 1991 bis 2000 beim Genossenschaftsverband eine Dozententätigkeit im Seminar Kundenberatung aus und war ab 1992 zudem Mitglied des Prüfungsausschusses für Bankkaufleute. Er ist Vertreter der GVB-Vertreterversammlung und Mitglied im IHK-Ausschuss für den Landkreis Kelheim.
Gschrey war damals Dozent an der Bankakademie in Ingolstadt und machte bereits 1981 Bekanntschaft mit Halbritter. Er bezeichnete ihn als großen Genossen, der sein ganzes Berufsleben dem Genossenschaftswesen gewidmet habe. Er hob die „Sozialkompetenz, Kundennähe, Gestaltungskraft und strategische Denken“ des Jubilars hervor. Für diesen Einsatz bekam Halbritter die Raiffeisen-Ehrennadel in Gold überreicht.
In den weiteren Ausführungen ging Gschrey auf die Bankenlandschaft und den Lehren aus der Finanzkrise ein. „Die Gensossenschaftsbanken haben sich als Hort der Stabilität in der Krise bewährt“, so Gschrey. Die Raiffeisenbanken haben keinen Cent staatliche Hilfe benötigt. Die vor 78 Jahren eingerichtete Sicherungseinrichtung habe sich bewährt. Derzeit werde über eine internationale Bankenabgabe beraten, in der auch die Genossenschaftsbanken einzahlen müssten. Die Genossenschaftsinstitute müssten mit Belastungen von 153 Millionen Euro rechnen und die Deutsche Bank beispielsweise müsste nur 73 Millionen in den Fonds einbezahlen. „Dies, obwohl wir durch unsere eigene Sicherungseinrichtugn nie einen Cent beanspruchen werden“.
Insgesamt seien Derivate in der unvorstellbaren Höhe von 100 Billionen Euro weltweit im Umlauf. Dieser graue Markt werde nicht kontrolliert. Damit hat die Politik noch keine Lehren aus der Finanzmarktkrise gezogen.
Das Erfolgsmodell „Genossenschaft“ war und ist immer noch hochattraktiv. Im vergangenen Jahr wurden beispielsweise 60 Genossenschaften neu gegründet. Heuer rechne Gschrey mit 45 Neugründungen. Rund die Hälfte davon entstehen im Energiesektor.
Halbritter bedankte sich für die vielen Dankesworte und Ehrungen. Er hat sich selbst nie als Chef von oben gesehen. Er ist und war immer Kollege und Arbeiter im Team, die am selben Strang ziehen. Sein besonderer Dank galt seinen Wegbegleitern und den Mitarbeitern, von denen er stets eine große Unterstützung erfahren habe.
Foto: Direktor Georg Halbritter erhielt die Raiffeisen-Ehrennadel in Gold aus den Händen von Verbandsdirektor Erhard Gschrey überrecht.






